Immigration, Arbeitsgenehmigung & Co

Wie genau schaut es mit Immigration, Staatsbürgerschaften und Arbeitsgenehmigungen in Österreich aus?

Aufgrund von Immigration kommen Menschen aus anderen Ländern zu uns nach Österreich. Dies geschieht meist wegen politischer, religiöser oder sonstiger Verfolgung. Doch über die genaueren Bezeichnungen dieser Menschen, wissen wir ÖsterreicherInnen wahrscheinlich garnicht so richtig bescheid. Mir ist aufgefallen, dass hier zu Lande häufig Verwechslungen die Runde machen. Um „politisch korrekt“ zu bleiben, möchte ich nun ein paar wichtige Begriffe definieren.

 

Was ist der Ausländer?

Ausländer:
Person mit anderer Staatsbürgerschaft. Personen, deren Hauptwohnsitz im Ausland liegt.

Drittstaaten:
Staaten außerhalb der EU.

Schlüsselarbeitskraft:
Wichtige Arbeiter dürfen ohne großen Aufwand und Probleme in die EU.

Migrant:
Geburtsort ist entscheidend – Leute die außerhalb von Österreich geboren sind, aber in Österreich wohnen und die österreichische Staatsbürgerschaft haben und folglich ihren Wohnsitz/Land geändert haben.

Migrationshintergrund:
Das soziale Merkmal Migrationshintergrund beschreibt Personen, die selbst oder deren Vorfahren aus einem anderen Staat eingewandert sind, oder soziale Gruppen oder Gemeinschaften, die aus eingewanderten Personen oder deren Nachkommen bestehen.

Asylant:
Bedeutet dasselbe wie Flüchtling

Asylbewerber:
Das sind Personen, die bei einem Land, dessen Staatsangehörigkeit sie nicht besitzen, Asyl, mithin Aufnahme und Schutz vor politischer, religiöser oder sonstiger Verfolgung suchen. So werden Ausländer bis zur Entscheidung der Anhörung genannt.

Asylberechtigter:
So wird man genannt, wenn man hier bleiben darf. Man wartet bis man die Staatsbürgerschaft bekommt. Asylberechtigte sind österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt und dürfen in Österreich arbeiten.

Unbegleitete, minderjährige Jugendliche:
Bekommen mehr Schutz bis zur Volljährigkeit.

 

Staatsbürgerschaft des Ausländers

Weiters habe ich im Laufe der Zeit gemerkt, dass viele Leute in Österreich nicht wissen, wie genau es mit der österreichischen Staatsbürgerschaft von Ausländern ausschaut. Um diesem Halbwissen entgegen zu wirken, nun eine klar detaillierte Auflistung zur Staatsbürgerschaft für Ausländer.

  • Um die Staatsbürgerschaft zu bekommen muss man zehn Jahre durchgehend in Österreich gemeldet sein, zehn Jahre in Österreich gearbeitet haben und zwei Tests machen (Test über die Geschichte des Staates und allgemeine Informationen und einen Sprachtest, B1 Niveau, früher B2).
  • Die Staatsbürgerschaft kostet etwas.
  • Man muss die Wohnungsgröße nachweisen und das Einkommen wird geprüft.
  • Wenn man fünf Jahre mit jemandem verheiratet ist, der die Staatsbürgerschaft z.B. von Österreich hat, bekommt man auch die Staatsbürgerschaft.
  • Kinder, die sich nicht dauerhaft in Österreich aufhalten sind nicht verpflichtet in die Schule zu gehen, dürfen aber.
  • Bei der Aufnahme und Einstufung der Kinder in der Schule ist es wichtig, dass das Geburtsdatum auf den offiziellen Papieren richtig ist.
  • Außerordentliche Kinder: 0,8 Deutsch als Zweitsprache-Stunden pro Woche
  • Ordentliche Kinder: 0,15 Deutsch als Zweitsprache-Stunden pro Woche
  • Sprachförderkurse: 11 Stunden pro Woche

 

Buchtipp!

Deutsch als Zweitsprache
Ahrenholz, B. (2008). Deutsch als Zweitsprache. Voraussetzungen und Konzepte für die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund (2., überarb. und erg. Aufl.). Freiburg im Breisgau: Fillibach-Verl.

Handbuch Migrationspädagogik
Mecheril, Paul (2016) (Hg.): Handbuch Migrationspädagogik. Weinheim/Basel: Beltz.

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