Warum Bildung heute so wichtig ist (inkl. Auflösung des Rätsels)

Auf diese 4 Grundwerte stützt sich unsere heutige Gesellschaft.

Hier die Lösung des letzten Rätsels:

 

 

 

 

 

 

Bildung heute & damals

Dass Bildung wichtig und unumgänglich für die Entwicklung der Menschheit ist, dürfte klar sein. Doch was genau ist die Bildung und wann ist man gebildet? Aus soziologischer Sicht gibt es darauf klare Antworten.

Die Bildung selbst ergibt sich aus verschiedenen Bereichen des Lernens. Doch die Soziologie ist der Meinung, dass zum Beispiel der Geschichtsunterricht vom eigenen Land, prägend für ein grundlegendes Verständnis der kollektiv geteilten Werte der Gesellschaft ist. Schüler & Schülerinnen sollen so erfahren, wie sie Mitglieder des Sozialsystems werden und wie sie es schaffen, eine gemeinsame Einheit aus mehreren Individuen zu bilden.

 

Diese Gemeinsamkeit stützt sich auf bestimmte Grundwerte:

  • Religiöse Überzeugung
  • Moralische Überzeugung
  • Verständnis von Selbstdisziplin
  • Bestimmte Erwartungen

 

Ebenfalls wird davon ausgegangen, dass Bildung unsere Kinder dazu veranlasst, soziale Regeln zu verinnerlichen. Diese Tatsache alleine macht das Funktionieren einer guten Gesellschaft erst möglich. Nun liegt es also auf der Hand: Bildung ist äußerst wichtig und darf niemals eingeschränkt oder jemandem vorenthalten werden. Die zukünftige Entwicklung einer jeden Gesellschaft wird davon abhängen!

 

Bildung erfüllt aber weitaus mehr, als „nur“ die Stellung jedes Einzelnen in der Gesellschaft. In industriellen Systemen wie bei uns, spielt das Bildungssystem eine entscheidende Rolle bei der Sozialisation von Kindern: Daher wir einen hohen Anteil an spezialisierten Berufen in unserem Land haben, müssen den Schülern & Schülerinnen besondere Kenntnisse gelehrt werden, um diese Berufe auch ausführen zu können. Früher war das anders. Damals wurden die benötigten Fertigkeiten in Familien selbst weitergegeben. Mit zunehmender Modernisierung und Komplexität entstand daraus ein Bildungssystem, welches eben diese Kenntnisse vermitteln sollte. Nur dadurch konnten überhaupt spezialisierte Berufe entstehen!

 

Der Wert des Einzelnen

Mitte des 20. Jahrhunderts sahen Soziologen bereits, dass Bildung darauf abzielen sollte, dem einzelnen Kind den Wert individueller Leistungen zu vermitteln. Eine spannende Entwicklung, die zu der Gesellschaft beitrug, wie sie heute ist. Heute weiß man, dass die Individualisierung im Klassenzimmer eine große Rolle spielt und nicht mehr wegzudenken ist. Damals ging man davon aus, dass diese Individualisierung nicht in der Familie erlernt werden konnte, denn Eltern erzogen ihre Kinder auf eine partikularistische Weise. Das heißt, dass weniger die Interessen eines Einzelnen von Bedeutung sind, als vielmehr die von Interessensgruppen oder staatlichen Einheiten. Der Status eines Kinder war demnach bereits bei der Geburt festgelegt. In der Schule hingegen, konnten die Kinder nach und nach ihren Status selbst erwerben, was zu einer Änderung im System führte. Da Lehrende von da an nach universalen Normen (Lehrpläne, geregelte Prüfungen) unterrichtet wurden, hatte sich die Bildung modernisiert. Hiermit zeigt sich, dass Bildung immer wieder erneuert gehört und nicht stecken bleiben darf, wenn sie mit der schnellen Entwicklung der Menschen mithalten möchte!

 

Buchtipp!

Schülerhabitus. Theoretische und empirische Analysen zum Bourdieuschen Theorem der kulturellen Passung
Helsper, Werner / Kramer, Rolf-Torsten / Thiersch, Sven (Hrsg.) (2014): Schülerhabitus. Theoretische und empirische Analysen zum Bourdieuschen Theorem der kulturellen Passung. Wiesbaden: Springer VS.

Gesellschaftliche Bedingungen von Bildung und Erziehung. Eine Einführung
Liesner, Andrea / Lohmann, Ingrid (Hrsg.) (2010): Gesellschaftliche Bedingungen von Bildung und Erziehung. Eine Einführung. Stuttgart: Kohlhammer Urban.

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